Glaube im Alltag

Pfarreiengemeinschaft Weiskirchen

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Liebe Pfarrangehörige, liebe Gäste,

 

Gott kennt keine Ferien und macht keinen Urlaub. Diesen Spruch hört und sieht man in diesen Tagen immer wieder. Diese Aussage soll uns wohl die ständige Dienstbereitschaft Gottes signalisieren.

 

Gott kennt den Sabbat. Gott kennt den siebten Tag – den Sonntag. Er gönnt sich Pausen, alle sieben Tage. Das ist doch was. Der Sabbat geht auf die jüdische Tradition zurück. Wir Christen feiern die Ruhe am Sonntag. Eine Urlaubszeit hat die Bibel nicht vorgesehen, weder für Gott noch für uns Menschen. Der Urlaub ist für viele im Jahr die beste Zeit. Dafür rackert man sich ab, dafür verschulden sich sogar einige. Für andere ist es die Zeit des Verdienstes – für die Hotels und Gaststätten und viele andere. Trotz alledem schwärmt man vom Urlaub, mit allen Höhen und Tiefen, die die Vorbereitung und Umsetzung mit sich bringt. Staus am Anfang und am Ende des Urlaub, Baustellen am Urlaubsort, der Nepp an der Bar und manche Strandnachbarn wurden nur Freunde, weil Sie die selben Probleme im Urlaub hatten.

 

Als Urlauber ist man nach der Urlaubszeit aber auch wieder froh zu Hause zu sein. Man kümmert sich um seine Blumen im Kübel und die Pflanzen im Garten und findet dabei wieder Ruhe und inneren Frieden. Gott macht keinen Urlaub und keine Ferien. Er weiß wohl, warum. Gott schafft aber Zeiten der Erholung und der Ruhe – auch nach dem Urlaub.

 

Zum Urlaub noch eine Geschichte zum Nachdenken:

Urlaub bei Gott

„Ich packe meinen Koffer und nehme mit …“, heißt ein beliebtes Kinderspiel. Dabei sagt das erste Kind, was es in den Koffer legen möchte, zum Beispiel ein Buch, das zweite Kind sagt dann auch ein Buch und einen weiteren Gegenstand und so weiter. „Ich packe meinen Koffer und nehme mit …“ – was nehmen Sie mit in die Ferien? Jeder Mensch hat da seine eigenen Vorlieben – Bücher, Computer, Spiele oder was auch immer. Und es gibt natürlich ein paar Dinge, die nicht fehlen dürfen – Kleidung und Hygieneartikel zum Beispiel. Und es gibt Dinge, die man nicht einpacken kann: Zeit, gute Laune, Ausgeglichenheit … Und es gibt jemanden, den ich nicht „einzupacken“ brauche, weil er schon überall ist, wohin ich reisen kann: Gott.

Urlaub von Gott gibt es nicht. Darf es auch nicht geben. Weil ich dann eine große Chance verpasse: In der freien Zeit frei zu sein für mich und für Gott. Um mir und Gott neu auf die Spur zu kommen, um uns – sozusagen – neu kennenzulernen. Mit ganz neuen Erfahrungen, die mein Leben verändern können; auch dann, wenn der Urlaub schon lange vorüber ist. Ferien: Zeit, Gott zu begegnen. In einer Kapelle am Wegesrand, in einer Autobahnkirche auf dem Weg zum Urlaubsort, bei einem Campinggottesdienst. Oder ich mache gleich Urlaub bei Gott: Klöster laden dazu ein, Ferienfreizeiten bieten dazu die Möglichkeit. Auch zu Hause bei Wanderungen kann man die Stille und die Ruhe mit Gott genießen. Dann darf der Rucksack ruhig auch mal in der Kirche hängen … (M. Tillmann)

Ich wünsche Ihnen allen eine Zeit der Ruhe und Erholung am Urlaubsort oder zuhause und ein gutes Wiedersehen.

Ihr Pastor Leo Koch

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