Glaube im Alltag

Pfarreiengemeinschaft Weiskirchen

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Liebe Mitchristen,

am 03. Oktober feiern wir das Fest der Deutschen Einheit. Die Katholiken feiern an diesem Tag aber auch einen der ganz großen Heiligen, den hl. Franz von Assisi (der übrigens auch in anderen Religionen und Konfessionen verehrt wird). Die Kirche verehrt den hl. Franz nicht nur, weil er den Vögeln predigte und den Wolf von Gubbio zähmte und die darin sichtbare Liebe zu „Gottes Schöpfung“ in seinem Sonnengesang zum Lied werden ließ, sondern sie gedenkt mindestens ebenso seiner großen Liebe zu den Armen. Die-se Liebe zur Schöpfung und zu den Armen hat uns viel zu sagen in den aktuellen ökologischen und sozialen Diskussionen. Es hat sicher nur wenige Menschen gegeben, die wie der heilige Franz die Nachfolge Jesu gelebt haben.

Am ersten Sonntag im Oktober feiern wir auch das Erntedankfest. Auch bei diesem Fest steht die Schöpfung im Mittelpunkt, wie wir in vielen Gemeinden an den reich geschmückten Erntedankaltären erkennen können. Ich möchte an dieser Stelle meinen aufrichtigen Dank an die Menschen aussprechen, die Jahr für Jahr, alles so schön herrichten. Wir danken Gott für die guten Gaben der Natur. Doch danken bedeutetet auch Teilen. Und so denken wir an Erntedank auch an alle Armen, die zu wenig haben, um ein Leben in Würde führen zu können und geben etwas von unserer Fülle ab.

Im Oktober feiert die Kirche auch den Gedenktag „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“. Doch eigentlich ist der ganze Oktober Rosenkranzmonat - und wir sind eingeladen diese einfache und doch so reiche Gebetstradition mitzuerleben. Ist es ein Zufall, dass gerade am 13. Oktober 1917 die Rosenkranzkönigin in Fatima gebeten hat um den Frieden zu bitten, und wir in Deutschland 1990 die Wiedervereinigung erlebten? Den Segen des Rosenkranzes erfahre ich nur im Mitbeten. Was einem anfangs vielleicht als mono-tone Wiederholung erscheinen mag und schwerfällt, wandelt sich mit der Zeit zum Geborgenheit schenkenden Sich versenken in die Geheimnisse von Geburt, Leben, Leiden und Sterben; sowie der Auferstehung und Erhöhung unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus.

Viele Heilige und Selige unserer Kirche pflegten das Rosenkranzgebet. So auch die jüngste Heilige unserer Kirche: – die heilige Mutter Theresa von Kalkutta. Sie sagte einmal:

"Haltet euch am Rosenkranz fest wie Efeu am Baum – ohne Unsere Liebe Frau können wir nicht stehen."

So lade ich Sie alle ganz herzlich zum Rosenkranzgebet (siehe Pfarrbrief) in unseren Kirchen, aber auch zum privaten Rosenkranzgebet ein. 

Ihr Pastor Leo Koch

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