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Glaube im Alltag   

Liebe Pfarrangehörige,

mit dem Hochfest Pfingsten endet nach 50 Tagen die Osterzeit.
Die Klage darüber, dass Menschen von heute nicht mehr wissen, was an Pfingsten gefeiert wird, ist sogar noch ein paar Jahre älter als das Missverständnis über die Glaubensinhalte von Ostern und Weihnachten. Doch nützt das Jammern nichts. Nur das Suchen, Erspüren und Verkünden dessen, was Gottes Geist uns heute sagen will. Das Wort „Geist“ ist im Deutschen auch in der Gegenwart reich bestückt. „Geistesgegenwart - geistvoll – geistlos - begeistert“; im alltäglichen Sprachgebrauch fehlt es nicht an Worten, die vom Geist sprechen. Doch welchen Geist tragen die in sich, die in verschiedenen Zusammenhängen von ihm reden? Wir feiern bald das Hohe Fest Pfingsten. Gottes Geist führt uns immer wieder als kleinen Teil in seiner großen Kirche zusammen.
Die Lesung zum Hochfest Pfingsten beginnt mit den Worten: „Als der Pfingsttag gekommen war......“.
Wir denken eher dabei - natürlich - an unser christliches Pfingstfest, an die Herabkunft des Heiligen Geistes. Lukas aber meint das jüdische Pfingstfest, das 50 Tage nach dem Paschafest begangen wurde: das Fest der Frühjahresernte, an dem man Gott die Erstlingsgaben des Getreides darbrachte.
Das Bildnis im Kirchenfenster stellt aber das christliche Denken vom Pfingstfest dar. Richten wir unseren Blick und unsere Aufmerksamkeit auf das Kirchenfenster. Wir sehen in der Runde die Apostel, die um Maria versammelt sind. Was erleben die Personen in diesem Augenblick?
Sie werden vom Geist Jesu Christi erfüllt und damit in den Dienst eingeführt, den sie in Zukunft in der christlichen Gemeinde leisten sollen.
Die Mutter Kirche aber fasst alle Berufungen und Befähigungen zusammen, die an die Einzelnen ergehen. Und sie tut es voll Dankbarkeit, Hoffnung und Freude, wie ein „Geburtstagskind“, das in einen neuen Lebensabschnitt eintritt.
„Pfingsten - Geburtstag der Kirche“ - das ist die erste Botschaft unseres Kirchenfensters.
Das biblische Pfingsten ist nichts anderes als eine Spurensuche nach der tröstenden Gegenwart der Gotteskraft.
Vergessen wir dabei nie: Der Geist Gottes ist ein Geist der Freiheit. Er kann in uns und durch uns nur wirken, wenn wir ihm wie die Apostel Raum geben. Der Gottesdienst an Pfingsten schickt uns weiter auf unserem Lebensweg, auf dem wir die Gaben des göttlichen Geistes erbitten, erfahren und miteinander teilen wollen und sollen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und den hl. Geist Gottes.
Ihr Pastor Leo Koch

Gebet zum Heiligen Geist!

Atme in mir, du heiliger Geist, ,
dass ich Heiliges denke.

Treibe mich, du heiliger Geist,
dass ich Heiliges tue.

Locke mich, du heiliger Geist,
dass ich Heiliges liebe.

Stärke mich, du heiliger Geist,
dass ich Heiliges hüte.

Hüte mich, du heiliger Geist,
dass ich das Heilige nimmer verliere.


Gaben des hl. Geistes:

Geist der Weisheit

Geist der Einsicht

Geist des Rates

Geist der Erkenntnis

Geist der Stärke

Geist der Frömmigkeit