Glaube im Alltag

Liebe Pfarrangehörige!
 
„Alles hat eine Zeit…“
 
Was haben Jürgen Klinsmann, Annegret Kramp-Karrenbauer, Thomas Kemmerich und Reinhard Kardinal Marx gemeinsam? Es mutet komisch an diese Personen in einem Zusammenhang zu nennen, da sie auf den ersten Blick wenig bis gar nichts miteinander zu tun haben.
 
Gemeinsam ist ihnen die Situation ihres Rücktritts – ob freiwillig oder ge-zwungen. Die einen sind von ihrem Posten zurückgetreten, die anderen beiden haben in absehbarer Zeit angekündigt, nicht mehr in der ersten Reihe stehen zu wollen? 
 
In den Medienberichten bemüht man Worte wie:
„Tiefe Risse, Erbeben, Schockstarre, Wut, Rückzug, Paukenschlag, Hecken-schützen, Handtuch werfen, Warum jetzt?, jüngere Generation…“
 
Beim Lesen der Zeitungen und/ oder dem Verfolgen der TV-Nachrichten und Talkshows komme ich schon sehr ins Nachdenken. Wo steuern wir hin in Deutschland? In der Kirche?
 
Es ist eine Zeit des Umbruchs, eine Zeit der Veränderung, eine Zeit des Neuanfangs! Aber mit aller gebotenen Vorsicht! Die Prozesse des Um-bruchs wollen gut überlegt und vorbereitet sein, und hier unterscheiden sich Politik, Sport und Kirche keineswegs.
 
Reinhard Kardinal Marx hat in seiner ersten Stellungnahme, für eine zwei-te Amtszeit als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz nicht mehr zur Verfügung zu stehen, Bezug genommen auf den Propheten Kohelet (Koh 3): „Alles hat eine Zeit“.
 

Er nimmt die jüngere Generation in die Pflicht und so ist es auch mein Impuls für die beginnende Fastenzeit für uns alle mit Verantwortung die Prozesse des Neubeginns zu begleiten: in Gesprächen, mit neuen Wegen und mit dem persönlichen Gebet. Mit der Fastenzeit treten wir ein in die Zeit der Umkehr, in eine Zeit des Nachdenkens - und ES WIRD AUCH HÖCHSTE ZEIT.
 
Ich darf Ihnen / Euch allen das gesamte Buch Kohelet aus dem Alten Tes-tament empfehlen – es ist lesenswert.
Kohelet bemüht Worte wie:
„Beamtenherrschaft, Gelübde, Träume, Glück, Ausbeutung, Konkurrenz-kampf, wankelmütige Volksgunst, Ratschlag, Unrecht, Windhauch, Ge-richt…“
 
In der Hoffnung Euch neugierig auf diesen Text gemacht zu haben, grüße ich von Herzen mit Kohelet:
 
„Es gibt kein in allem Tun gründendes Glück, es sei denn, ein jeder freut sich und so verschafft er sich Glück, während er noch lebt.“ 
Koh 3,12
 
Ihr / Euer
Jörg Mang, Gemeindereferent