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Glaube im Alltag   

Liebe Pfarrangehörige, liebe Mitchristen,

ich grüße Sie alle recht herzlich im Hinblick auf den nahen Advent. „Siehe, ich verkündige euch eine große Freude“ ist auf dem Deckblatt des Pfarrbriefes zu lesen. So ist in diesem Jahr der Essener Adventskalender betitelt.

Im ersten Moment habe ich gestockt, denn das Thema hat mich persönlich nicht erreicht – nicht angesprochen. Sogleich schossen mir viele Gedanken durch den Kopf, denn in unserer jetzigen Lebenssituation von großer Freude zu sprechen macht mich mehr als nachdenklich: in dem Angriffskrieg in der Ukraine sterben seit März diesen Jahres Kinder, Frauen, Männer, Soldaten und Zivilisten, damit verbunden sind die steigende Inflation, die Lebensmittel- und Energiepreise. Viele Menschen bangen um ihren Arbeitsplatz, denn längst zeigt die Wirtschaftskrise ihre Auswirkungen. Nicht nur bei Ford in Saarlouis oder topaktuell bei Schaeffler in Homburg, auch viele mittelständige Unternehmen stehen mit dem Rücken an der Wand, wissen nicht ob und wie es weitergehen soll. Auch Corona bestimmt immer noch das gesellschaftliche Leben. Menschen erkranken und Menschen sterben auch heute noch an den Folgen der Virusinfektion.

Und dann diese Botschaft:

„Siehe, ich verkündige euch eine große Freude“. 

Es ist die Botschaft, die der Engel damals den Hirten verkündete, die zur Krippe gekommen waren. Freude, vor allem Vorfreude auf Weihnachten, das ist etwas, was wir mit Weihnachten in Verbindung bringen. Und das liegt sicher vor allem an dem besonderen Gefühl, das in dieser Zeit in uns kribbelt: die vielen kleinen Überraschungen, die Geheimnisse, der Plätzchenduft, der Kerzenschein, der Adventskalender zu Hause an der Wand und der „Lebendige Adventskalender“ in unseren Dörfern…

Was der Engel damals verkündet hat, meinte aber noch etwas anderes. Nämlich das, was wir an Weihnachten feiern:

Auch wenn die Zeiten gerade schwierig sind, wenn Dunkelheit uns umgibt, heute ist Gott Mensch geworden. Und deshalb können wir uns riesig freuen. Denn mit diesem winzigen Kind in der Krippe ist die Hoffnung in die Welt gekommen. Und die Gewissheit: Es wird alles gut werden. 

Der abgebildete Engel, steht im Bistum Essen auf dem Bischofshaus. Seine linke Hand berührt das Herz, denn seine Botschaft kommt von Herzen – sie hat ihn ganz erfüllt. Beim genauen Hinsehen entdeckt man ein kleines goldenes Kästchen in der Hand des Engels! Was mag wohl dort drin geborgen sein? Sein Fingerzeig mit der rechten Hand geht eindeutig nach oben – zum Himmel: denn das was ich euch verkündige kommt nicht von mir, es kommt von etwas viel Größerem – von Gott selbst. Er schenkt uns in der Geburt seines Sohnes das Wertvollste was er hat, aber auch das Zerbrechlichste. 

Wenn wir nun mit Beginn des neuen Kirchenjahres in den Advent eintreten können wir immer wieder von dieser Freude und Gewissheit sprechen: Es wird alles gut. Wir können einander helfen und uns unterstützen, füreinander da sein.

Gehen wir voll Vertrauen und Zuversicht auf das Wunder der Weihnacht zu! Denn euch ist heute der Retter geboren. 

Ich wünsche ihnen einen segensreichen Advent

Ihr / Euer

Jörg Mang, Gemeindereferent

Achtung! Am 01.12.2022 ist kein Lebendiger Adventkalender