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Glaube im Alltag   

Liebe Pfarrangehörige, 
in der heiligen Nacht wird es wieder offenbar: 
Gott wird Mensch in Jesus von Nazareth, mit Hand und Fuß, von Anfang bis Ende. 
Denn die Händchen und Füßchen des kleinen Kindes in der Krippe sind dieselben Hände und Füße, die später auf uns Menschen zugehen. Es sind Hände, die sich den Menschen in Not entgegenstrecken, Halt geben, segnen und heilen. Es sind dieselben Hände die später am Ende des Lebens von Jesus am Kreuz durchbohrt werden. Die Schmerzen und Ohnmacht ertragen müssen.
So wird Gott Mensch.
Er geht mit uns und er leidet mit uns. Er stirbt sogar am Kreuz.  Gottes Solidarität betrifft also unser ganzes Leben, mitsamt seiner dunklen Seiten, bis hin zum Tod und darüber hinaus.  Gott selbst wird in Jesus Mensch - das hat Auswirkungen auf uns Menschen. 
Wir wissen, wie viel Unmenschlichkeit es auf dieser Welt gibt, auch in unserer Umgebung. 
Schauen wir uns doch die Welt an: Flüchtlinge an der Grenze zwischen Belarus und Polen, Krieg im Syrien und an vielen anderen Orten, eine Pandemie, die die Menschen krank macht, und Leugner der Pandemie. Es gibt Menschen, die unschuldig im Gefängnis sitzen. 
Die Wahrheit Jesu ist die Botschaft jenes Gottes, der gegen all das Schlimme und Schwere dieser Welt ein unermüdlicher Anwalt der Liebe ist und bleibt. Wir sind in Gottes Hand - das glauben wir Christen -. Wir wissen, dass wir mit allen Menschen auf Erden vernetzt sind, und dass alles, was wir tun, ob gut, ob schlecht, Auswirkungen hat auf den Rest der Welt. 

In den vergangenen Jahren hörte man immer wieder den Spruch: 
„Mach's wie Gott, werde Mensch!“
Ja, Gott wird Mensch, damit die Menschen menschlicher werden. 
Das ist Gottes Einladung an die Welt.
Mach's wie Gott, werde Mensch!
Das ist doch die ganze Weihnachtsbotschaft!
Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtfest.

Ihr Pastor Leo Koch