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Glaube im Alltag   

Liebe Pfarrangehörige,
laut liturgischem Kalender, ist der Weihnachtsfestkreis mit dem Fest der Taufe Jesu am 10. Januar zu Ende gegangen. Früher, vor der Liturgiereform, ging die Weihnachtszeit bis Maria Lichtmess/ Darstellung des Herrn am 02. Februar.
Knapp zwei Wochen später, am 17. Februar beginnt für gläubige Menschen eine wichtige Phase im Jahreslauf: die Fastenzeit oder wie sie korrekt heißt: die österliche Bußzeit. Sie soll uns vorbereiten auf das höchste und wichtigste Fest der Christenheit: Ostern.
Wenn es schon ungeheuerlich ist, dass Gott Mensch wird, dass er das menschliche Leben mit uns teilt, mit allen Höhen und Tiefen, mit Freude und Leid, mit Glück und Schmerz; ja dass er sogar den leiblichen Tod auf sich nimmt; dass er uns wirklich gleich wird in allem, außer der Sünde – so ist es völlig unbegreiflich und mit unserem Verstand nicht zu fassen, dass Gott ihn nach drei Tagen, in der Frühe des Ostermorgens, zu einem neuen, unvorstellbaren und ewigen Leben auferweckt. Aber damit nicht genug: dieses neue und ewige Leben schenkt Gott nicht nur Jesus; sondern jedem, der an ihn glaubt.
Die Fastenzeit soll uns zur Umkehr und Buße anleiten, sie soll uns helfen in den Fußstapfen Jesu zu gehen, ihm nachzufolgen. Sicherlich kennen viele von Ihnen das Lied: „Mir nach spricht Christus unser Held, mir nach Ihr Christen alle..." (Gotteslob 461)
Ich finde, dieses Lied kann uns sehr helfen, wenn wir unser Christsein verstehen wollen. Es kann uns trösten und gleichzeitig motivieren, wenn unser Glaube Kraft und Stärkung braucht.
Ein Christ geht hinter Jesus her. Er weiß, dass Jesu Weg kein Triumphzug war, sondern vielmehr in Leiden und Tod endete. Aber er weiß auch, dass der Weg Jesu nicht am Karfreitag zu Ende ging, wenn es auch augenscheinlich so zu sein schien. Hinter dem Dunkel des Karfreitags deutet sich schon ganz verhalten am Horizont der Schimmer der österlichen Morgensonne an.
Ich möchte Sie einladen und ermutigen sich von dem Lied: „Mir nach, spricht Christus unser Held…" (GL 461) durch die österliche Bußzeit begleiten zu lassen. Singen, beten, meditieren sie dieses Lied während der Wochen vor dem Osterfest. Es kann uns helfen, dass auch unser Weg der Nachfolge reiche Früchte trägt.
Ihr
Leo Koch, Pfarrer